ESFORIN MARKET INSIGHT SEPTEMBER

Markteinblicke mit ESFORIN-Experten! Wir haben Alex Schwabbauer gebeten, über die Dynamik des Strommarktes im September zu reflektieren:

 Was waren die auffälligen Zahlen auf den Strommärkten in diesem Monat?

Der September bot eine spannende Mischung aus Volatilität und Extremen und zeigte, dass wir trotz des Monatsendes immer noch 60 Stunden mit negativen Preisen hatten. Gleichzeitig stieg der höchste Stundenpreis im September auf 413,66 €/MWh. Bemerkenswert ist, dass an drei verschiedenen Tagen ein deutlicher „Abendpeak” von über 400 €/MWh zu verzeichnen war, während die Day-Ahead-Auktion insgesamt enorme Schwankungen zwischen -53,40 €/MWh und 413,66 €/MWh aufwies. Letztendlich lag der monatliche durchschnittliche Stundenpreis bei 83,51 €/MWh, obwohl die 15-Minuten-Auktion noch wildere Schwankungen aufwies und im September zwischen 118,57 und 515,44 €/MWh lag.

 

Was sind mögliche Gründe für dieses Marktverhalten?

Das Marktverhalten lässt sich direkt auf die gemischte Wetterlage zurückführen, die zwei gegensätzliche Kräfte hervorbrachte. Wir hatten immer noch einige sehr sonnige Tage, die aufgrund der hohen Solarstromerzeugung zu einem deutlichen Preisrückgang führten. Zum ersten Mal kam es jedoch auch zu Preisverläufen, die eher einem „winterlichen” Muster ähnelten und zu erheblichen Abendspitzen führten, da die Solarstromerzeugung stark zurückging und die zugrunde liegende Nachfrage robust blieb.

 

Was erwartest Du für den nächsten Monat?

Der Oktober wird zwei große, einschneidende Veränderungen für den Markt mit sich bringen. Erstens steht eine entscheidende Marktveränderung an, da die EPEX-Day-Ahead-Auktion ab dem 1. Oktober auf eine 15-Minuten-Granularität umgestellt wird, was für die Marktteilnehmer eine wichtige und spannende Entwicklung darstellt. Zweitens treten wir mit dem offiziellen Ende des Sommers in eine Übergangsphase ein, die durch grundlegend andere tägliche Preiskurven und -strukturen gekennzeichnet sein wird. Die Frage, wie hoch der „Abendpeak” steigen wird, wird schnell zum dominierenden Faktor und zum entscheidenden Element für die nächste Phase der Marktdynamik.

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