Industrie
Industrielle Flexibilität als ein Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit
Die Industrie steht vor enormen Herausforderungen: Zunehmender Protektionismus, CO₂-Reduktion, volatile Energiepreise, hohe Netzentgelte und die Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Gleichzeitig bleibt die Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene entscheidend. Als marktführender Flexibilitätsvermarkter unterstützt ESFORIN Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen!
Individuelle Netzentgelte in Deutschland:
Flexibilität als Schlüssel zur Kostenoptimierung ab 2026
Europaweit werden Strom-Flexibilitäten beim Ausbau der Erneuerbaren gesucht, um die Integration zu ermöglichen. Deutschland hat einen sehr starken Fokus auf Erneuerbare und muss deswegen seine Marktregeln anpassen, um Flexibilität zu fördern. Die Bundesnetzagentur plant ab dem 01.01.2026 eine Neuausrichtung der individuellen Netzentgelte gemäß § 19 StromNEV. Neben dem bisherigen Bandlastkriterium soll eine Flexibilitätskomponente eingeführt werden.
Die Netzentgeltreduktion wird unabhängig vom physikalischen Pfad zum nächstgelegenen Kraftwerk und soll eine dynamisches Verbrauchsverhalten belohnen, das sich an der Preisentwicklung des Day-Ahead-Markts orientiert. Dabei sollen Unternehmen verstärkt Strom während Zeiten hoher Einspeisung Erneuerbarer Energien – etwa bei einer „Hellbrise“ – nutzen und den Verbrauch in Zeiten knapper Kapazitäten, wie während einer „Dunkelflaute“, reduzieren.
Dieses marktdienliche Verhalten führt nicht nur zu einer Senkung der Netzentgelte, sondern bietet zusätzlich die Chance für industrielle Verbrauchs- und Erzeugungsflexibilitäten, von der Preisvolatilität mit bis zu 185.000 € pro MW und Handelsrichtung pro Jahr am Kurzfriststrommarkt zu profitieren. Gleichzeitig helfen wir mit unserer algorithmusbasierten Flexibilitätsvermarktung unseren Kunden einen erheblichen Beitrag zur CO₂-Reduktion zu leisten.
Erfahren Sie jetzt mehr von unseren Experten für Flexibilitätsvermarktung in der Industrie!
End-to-End Plattform bündelt Energiemanagement
Industrieunternehmen stehen beim Energieeinkauf und -management unter ständigem Druck, flexibel und gleichzeitig kosteneffizient zu agieren. Nach der Gaskrise 2021/2022 schien die Absicherung durch neue Vollversorgungsverträge zunächst eine stabile Lösung zu sein. Doch diese starren Konstrukte stoßen schnell an ihre Grenzen, wenn Unternehmen Schritte Richtung Eigenversorgung oder Flexibilitätsvermarktung unternehmen.
Schon die Integration eines PPAs oder einer neuen PV-Dachanlage kann erhebliche Prognose- und Automatisierungsanforderungen mit sich bringen, die einige Vollversorger vor große Herausforderungen stellen. Darüber hinaus bleiben die Fragen:
Wie können Industrieunternehmen an den extremen Preisen auf dem Intraday-Markt teilhaben?
Wie kann ein Industrieunternehmen alle Wertschöpfungsstufen des Kurzfriststromhandels vom Day-Ahead bis zum kontinuierlichen Intraday ausschöpfen, wenn die gesamte Flexibilität bereits in der Regelenergie verbucht ist?
One-Stop-Flexibilität:
Flexibilitätsvermarktung aus einer Hand
Die Teilnahme am Intraday-Handel und am Regelenergiemarkt erfordert die Zustimmung Ihres Lieferanten sowie einen reibungslosen, täglichen Datenaustausch zwischen den beteiligten Parteien voraus. Warum vereinfachen Sie diese komplexen Prozesse nicht?
ESFORIN bietet Ihnen eine End-To-End Flexibilitätsvermarktung – vom Bilanzkreismanagement bis zur Optimierung über alle relevanten Märkte hinweg, inklusive Intraday-Handel und Regelenergie. Mit nur einem einzigen Ansprechpartner erhalten Sie täglich präzise Preisprognosen, Zugang zu den attraktivsten Märkten – und profitieren, wenn an der Börse außergewöhnliche Preisniveaus wie 9.999 €/MWh erreicht werden.
Beispiel: Flexibilitätsvermarktung eines Stromverbrauchers
Zum Beispiel meldet uns ein Industriekunde regelmäßig 6 MW Flexibilität für seine Produktionsanlage in beide Handelsrichtungen für bestimmte Viertelstundenprodukte im Intraday. So auch an einem Tag D für 8:15-8:30. Unsere individualisierten Algorithmen handelten daraufhin ab 16 Uhr am Vortrag (Tag D-1) innerhalb der anlagenspezifischen Restriktionen die 6 MW am Intraday-Markt der Strombörse. In diesem Zeitraum wurden über 30 Handelsgeschäfte bis Gate-Closure für ein einzelnes Produkt in der Art gehandelt. Letztendlich musste der Kunden an diesem Tag seine Anlage nicht nachfahren In der Regel kommt es nur in 30 % in unserem Portfoliodurchschnitt aller Kunden zu einer tatsächlich physischen Erfüllung sondern konnte nur durch getätigte Handelsgeschäfte seine Energiekosten um rund 225€ in dieser Viertelstunde senken. Gleichzeitig hat diese Anlage einen aktiven Beitrag zu Netzstabilität und mittelbaren CO₂-Ersparnis geleistet.
E‑Boiler Vermarktung für die Industrie: Elektrifizieren. Dekarbonisieren. Flexibilität nutzen.
Mit E‑Boilern erzeugen Industrieunternehmen Prozesswärme effizient und emissionsarm. So fungieren E-Boiler ideal als Sommersystem, um günstige oder sogar negative Strompreise zu nutzen. In der kalten Jahreszeit ergänzt ein gasgeführter Kessel oder ein Gaskraftwerk die Versorgung und stellt sicher, dass auch bei hoher Last eine stabile Wärmebereitstellung gewährleistet ist. So entsteht maximale Flexibilität zwischen Strom- und Gasoptionen, um Kosten, CO₂-Emissionen und Versorgungssicherheit optimal auszutarieren. E‑Boiler senken den CO₂‑Fußabdruck und reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und sind somit ein entscheidender Schritt hin zu einer nachhaltigen und zukunftssicheren Wärmeversorgung.
Batteriespeicher in der Industrie einsetzen!
Der Ausbau von Batteriespeichern schreitet in Europa voran. Sinkende Zellpreise ermöglichen zunehmend mehr Business Cases. Das Spektrum reicht von Haushaltsspeichern zur Eigenbedarfsoptimierung der PV-Anlage bis hin zum von ÜNB betriebenen Netzboostern zur Erhöhung der Versorgungsqualität.
Auch für die Industrie gibt es eine Reihe von Anwendungsfälle, von denen im Folgenden eine Auswahl aufgelistet wird: die Eigenbedarfsoptimierung Erneuerbarer Energien in der Kundenanlage, eine Spitzenlastreduktion bzw. Netzentgeltoptimierung in Richtung eines individuellen Netzentgelts, die Erhöhung der Versorgungsqualität wie z.B. die Spannungshaltung, der physische Ausgleich von Prognosefehlern einer abgeschlossenen PPA („as produced profile“), die Nutzung frei verbleibender Netzanschlussleistung zur Bewirtschaftung eines Stand-Alone-Batteriespeichers an den Handels- und Regelenergiemärkten, u.v.m..
Einige der Anwendungsfälle sind auch kombinierbar, nur muss dies im Zähl- und Messkonzept in Abstimmung mit dem zuständigen Anschlussnetzbetreiber berücksichtigt werden und ein „Springen“ zwischen den Vermarktungsformen ist bisher regulatorisch nicht freigegeben worden.