Flexibilisieren oder nicht flexibilisieren?

Das ist (hier) die Frage für Biogasanlagen in unserem Blog-Post.

Das ist (hier) die Frage für Biogasanlagen.

Zwar geht es für Biogasanlagen nicht um die doch sehr dramatische Frage nach dem Sein oder Nichtsein, die Shakespeares Hamlet umtreibt, das Potenzial einer existenziellen Bedrohung hatten die Ereignisse des vergangenen Jahres aber durchaus.

Die Diskussionen um rückwirkende Gewinnabschöpfungen gepaart mit Preissteigerungen im Brennstoffbereich haben so manchem Anlagenbetreiber die Zukunftsperspektive ganz schön vergällt.

Dort wo Investitionen stattfinden sollten – Investitionen, auf die die Energiewende angewiesen ist – haben sich mangelnde Planungssicherheit und fehlendes Vertrauen breit gemacht. Flexible Biogasanlagen gehören zu den Kraftwerkstypen, die am ehesten in der Lage sind, die flexible Stromerzeugung von Gaskraftwerken zu ersetzen. Aus Sicht des Stromsystems erfüllen sie denselben Zweck – sie springen ein, wenn Wind und Sonne nicht ausreichend Energie zur Verfügung stellen können. Diese Funktion ist nicht nur für die Versorgungssicherheit unerlässlich, sondern auch für die Netzsicherheit.

Insofern darf die weitere Flexibilisierung der Biogasbranche nicht ausgebremst werden, sondern muss vielmehr maximal gefördert werden. Hierzu sind Vertrauen in das Bestehenbleiben eines investitionsfreundlichen Rahmens und die Gewähr ausreichend großer Planungshorizonte unerlässlich. Genau dies haben die Diskussionen über rückwirkende Gewinnabschöpfungen in der Biogasbranche nicht geschaffen und auch das Vertrauen der Betreiber in den Staat gestört.

Glücklicherweise hat die Politik den Wert der flexiblen Biogasanlagen größtenteils anerkannt und die meisten Anlagen von der Abschöpfung der Gewinne aus flexiblem Fahrverhalten ausgenommen – jedoch nicht alle.

Die Bestrebungen, Flexibilisierung in allen Bereichen weiter anzureizen, zeigen sich jedoch zunehmend deutlich im politischen Handeln der Regierungsparteien.

Auch wenn das Marktgeschehen sich soweit normalisiert hat und die Preise an der Strombörse gefallen sind, ist die starke Volatilität dem Markt geblieben, da die Preisschwankungen den beschleunigten Ausbau des Wind- und Photovoltaiksegments wiederspiegeln. Werden kurzfristig – entgegen der Prognose – verfügbare Erneuerbare dem Markt angeboten, so sinken die Marktpreise. Im Fall von geringen Verfügbarkeiten steigen die Preise. Diese Fluktuationen sind eine große Herausforderung für Versorgungssicherheit und Netzstabilität. Gleichzeitig bilden Sie eine Hürde für energieintensive Unternehmen mehr Erneuerbare nachzufragen, da sie im Kontrast zur Planungssicherheit für die Produktion ihrer Produkte stehen.

Hier bilden flexible Biogasanlagen eine wichtige Brücke zum erfolgreichen Gelingen der Energiewende. Diese Bedeutung steigt perspektivisch mit dem zunehmenden Ausbau der Erneuerbaren und dem fortschreitenden Ausstieg aus konventionellen Erzeugern. Daher sind die Flexibilisierung für Biogasanlagen und deren Weiterentwicklung zu einem Speicherkraftwerk wirtschaftlich sinnvolle Optionen und ausgezeichnete Perspektiven für die Zukunft.

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