ESFORIN MARKET INSIGHT DECEMBER

Markteinblicke mit ESFORIN-Experten! Wir haben Matthias Mengler gebeten, über die Dynamik des Strommarktes im November zu reflektieren: 

Was waren die auffälligen Zahlen auf den Strommärkten in diesem Monat?

Der Dezember begann ungewöhnlich ruhig, mit Temperaturen über dem saisonalen Durchschnitt. Dadurch blieb die Stromnachfrage fast den ganzen Monat über gedämpft. Als Weihnachten näher rückte, führte jedoch eine plötzliche Kältewelle zu einem deutlichen Anstieg des Verbrauchs, was insbesondere in einem Land wie Deutschland von Bedeutung ist.

Was sind mögliche Gründe für dieses Marktverhalten?

Der Temperaturrückgang Ende Dezember stellte das System auf eine echte Belastungsprobe. Da Deutschland ebenso wie seine Nachbarländer Frankreich und die nordischen Länder zunehmend auf elektrische Heizungen umstellt, führt kaltes Wetter direkt zu einem Anstieg des Strombedarfs. Gleichzeitig war der Zeitpunkt ungünstig: Sowohl die PV- als auch die Windenergieproduktion waren saisonbedingt schwach, was das Angebot an erneuerbaren Energien gerade dann einschränkte, als der Verbrauch stark anstieg. Diese Kombination führte zu einer Verknappung auf dem Markt und einer erhöhten Preisvolatilität.

Was erwartest Du für den nächsten Monat?

Mit Blick auf den Januar führt eine anhaltende Kältewelle bereits zu einem Rückgang der Gasvorräte. Sollten die Temperaturen weiter sinken, könnte es zu folgenden Entwicklungen kommen: Sehr hohe Spotpreise aufgrund der starken Heizungsnachfrage und möglicherweise extreme Preisspitzen auf den Intraday-Kontinuierlichen Märkten (IDC), insbesondere in Zeiten geringer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

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