Biogasanlagen und Batteriespeicher für mehr Flexibilität
Warum Batteriespeicher als grüne Co-Location die Zukunft der Flexibilisierung von Biogasanlagen sind
Die EEG-Förderung (Erneuerbare-Energien-Gesetz-Förderung) hat den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland maßgeblich vorangetrieben, insbesondere für Biogasanlagenbetreiber. Doch für viele Pioniere der Biogas-Branche rückt ein kritisches Datum näher: Das Ende der auf 20 Jahre begrenzten EEG-Förderung oder die daran anschließende Folgeförderung. Ohne die festen Einspeisevergütungen stellt sich für viele Biogasanlagenbetreiber die Frage wie sie weitermachen können. Eine innovative Möglichkeit bietet die Kopplung von Biogasanlagen mit Batteriespeichern.
Das Ende der EEG-Förderung
Früher war der Betrieb einer Biogasanlage planbarer: Produzieren und einspeisen, egal zu welcher Uhrzeit. Doch mit dem Auslaufen der Förderung wird die Biogasanlage zum Marktteilnehmer. Wer Strom einspeist, wenn die Sonne scheint und der Wind weht, erhält oft nur noch minimale oder sogar negative Preise. Um wirtschaftlich zu bleiben, ist die Flexibilisierung existenziell.
Co-Location Batteriespeicher als alternatives Vergütungsmodell
Eine Möglichkeit der Flexibilisierung kann ein Batteriespeicher bieten, so dass die Stromproduktion vom Verkaufszeitpunkt losgelöst werden kann. Dabei gibt es zwei wesentliche Konzepte, die sich rechtlich und technisch unterscheiden:
Grüne Co-Location: Fokus auf Biogasstrom
Bei der grünen Co-Location wird der Batteriespeicher ausschließlich aus der Biogasanlage (und ggf. weiteren erneuerbaren Quellen vor Ort) gespeist. Der Batteriespeicher ermöglicht die Cross-Market Optimierung, also die Vermarktung in verschiedenen Strommärkten. Die Batterie kann so den Strom am Spotmarkt, in der Regelenergie oder im Intraday-Handel anbieten.
Graue Co-Location: Maximale Marktfreiheit
Die graue Co-Location hebt die strikte Trennung zwischen Grün- und Graustrom auf. Hier kann der Batteriespeicher sowohl Strom von der Biogasanlage als auch Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen.
Was muss ich beim Batteriespeicher für meine Biogasanlage beachten?
Ein häufiger Fehler bei der Planung ist eine zu kleine Dimensionierung des Batteriespeichers. In der Regel sollte die Batterie größer als die Leistung der Biogasanlage (BHKW) sein. Warum? Nur wenn die Speicherkapazität die gesamte Erzeugungsmenge des BHKWs über mehrere Stunden aufnehmen kann, lässt sich die Produktion komplett in die attraktivsten Zeitfenster des Tages am Intraday-Markt verschieben.
Ist der Speicher zu klein, wird der Biogasanlagenbetreiber gezwungen, auch zu Zeiten niedriger Preise einzuspeisen, sobald der Batteriespeicher voll ist. Die volle Flexibilität und damit der maximale Gewinn kann so nicht voll ausgeschöpft werden.
Fazit: Batteriespeicher als Chance für Biogas
Die Kombination aus Biogas und Batterie ist eine innovative Möglichkeit losgelöst von festen Einspeisevergütungen eine wirtschaftlich sinnvollen und gewinnbringenden Weiterbetrieb der Biogasanlage zu ermöglichen.
Möchten Sie wissen, welche Speichergröße für Ihre spezifische BHKW-Leistung ideal wäre? Oder, ob sich eine Vermarktung ihrer flexiblen Biogasanlage lohnt? Machen Sie gerne einen Termin mit unserem Kollegen Matthias Mengler aus: