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ESFORIN SE und Statkraft verbinden Erzeuger erneuerbarer Energie per Blockchain mit industriellen Verbrauchern

Düsseldorf/Essen, 1. Februar 2018. Der europäisch aufgestellte Essener Energieoptimierer und Service Provider ESFORIN SE und Statkraft, Europas größter Erzeuger von erneuerbarer Energie haben am 24. Januar untertägig eine Megawattstunde Strom aus dem EEG-Portfolio von Statkraft  an einen Demand-Side-Management-Kunden von ESFORIN SE verkauft; ganz ohne zwischengeschaltete Plattform.

Der Handel einer Megawattstunde erneuerbaren Stroms erfolgte im Rahmen der Pilotphase des Enerchain-Projektes. Enerchain ermöglicht es, Transaktionen "peer-to-peer" abzuschließen, ohne einen Marktplatz, der durch Dritte betrieben wird. Sowohl Statkraft als auch ESFORIN demonstrierten damit unter realen Marktbedingungen die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie im volatilen und kurzfristigen Strommarkt.

Christoph Gardlo, Chief Operating Officer, ESFORIN SE: „Das ist innovativ gelebte Energiewende! Wir unterstützen dabei die Netzstabilität, vermeiden unnötige Kosten für die Allgemeinheit und unsere Kunden verdienen Geld mit ihrer Flexibilität und reduzieren zusätzlich auch noch den CO2-Ausstoß.“

„Wir sehen, dass Blockchain in vier bis fünf Jahren in einem Strommarkt mit steigendem Anteil erneuerbarer Energie viele, schnelle Transkationen zu niedrigen Kosten ermöglichen kann“, sagt Torsten Amelung, Geschäftsführer von Statkraft in Deutschland. „Wir sind eines der führenden Unternehmen im Bereich der Vermarktung erneuerbarer Energie in Europa. Da beschäftigen wir uns natürlich frühzeitig damit, wie unsere Unternehmensprozesse von Blockchain profitieren können.“

Die Blockchain-Technologie wird es mittelfristig ermöglichen industrielle Großverbraucher mit Flexibilitätspotenzial in Produktionsprozessen untertägig direkt auf Preissignale und damit schwankender Erzeugung aus erneuerbaren Quellen reagieren zu lassen. Das optimiert die Kosten auf Verbraucherseite und hilft gleichzeitig das Stromnetz stabil zu halten. Die Möglichkeit kurzfristig Erzeugung und Verbrauch übereinanderzulegen, schafft ad hoc Entlastung im Netz, ohne dass Regelenergie abgerufen oder Einspeisemanagement-maßnahmen ergriffen werden müssten. Bislang ist der untertätige Handel in der notwendigen Geschwindigkeit nur an der Börse möglich.

Neben neuen Vermarktungsmöglichkeiten für flexible Stromerzeuger und Verbraucher bietet die Blockchain-Technologie durch die automatisierte peer-to-peer-Kommunikation Einspar- und Optimierungspotenzial entlang der gesamten Handelswertschöpfungskette, wie Broker- oder Clearing-Kosten, REMIT-Reporting oder Verschlankung von Back Office-Prozessen.

Über ESFORIN SE
ESFORIN bietet als Service Provider Lösungen für Strom- und Gasportfolien in europäischen Märkten und fokussiert sich als Demand Side Manager auf die Optimierung kurzfristiger Stromflexibilitäten. Das Unternehmen handelt vollautomatisiert im kontinuierlichen Intraday Stromarkt und gehört zu den erfahrensten Anwendungsentwicklern von kundenindividuellen Algorithmen.

Ihr Ansprechpartner bei ESFORIN
Daniela Hövelhaus, Marketing/Kommunikation, ESFORIN SE
Tel. +49 201 22038 130 | Mob. Tel. +49 173 2889111 | daniela.hoevelhaus@esforin.com

 

Über Statkraft
Statkraft ist international führend in Wasserkraft und Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern erzeugt Strom aus Wasser, Wind, Sonne und Gas, liefert Fernwärme und ist weltweit ein bedeutender Akteur im Energiehandel. Statkraft beschäftigt 3.800 Mitarbeiter in 16 Ländern.

Ihre Ansprechpartner bei Statkraft
Anne Joeken, Kommunikation, Statkraft Markets GmbH,
Tel. +49 211 60244-166 | Mob. Tel. +49 163 9120014 | anne.joeken@statkraft.com

Judith Tranninger, Kommunikation, Statkraft Markets GmbH,
Tel. +49 211 60244-166 | Mob. Tel. +49 163 9120014 | judith.tranninger@statkraft.com

 

 

European Energy Trading Firms test Peer-to-Peer Trading over the Blockchain

ES FOR IN SE is part of early mover group

 

Hamburg, May 29, 2017

23 European energy trading firms have joined forces in order to conduct peer-to-peer trading in the wholesale energy market using innovative blockchain technology. Trading will take place on an enhanced Enerchain® framework – a blockchain based application developed by PONTON that has already been used to execute the first European energy trade over the blockchain at last year’s EMART conference in Amsterdam.

The Enerchain® software allows trading organisations, using encryption technology, to anonymously send orders to a decentralised orderbook which can be hit by other trading organisations. All this is done "peer-to-peer" without a central marketplace operated by a third party.

The early mover group participants have committed to share the required development costs in order to proof the concept with a full-scale prototype which is integrated into participants existing trading infrastructure and supports a decentralised credit limit solution required for bilateral trading.

The variety of participants is reflected in the broad range of traded products, including forward trades, spot trades, load curves and more exotic trades – all with physical delivery – as well as the focus on regional markets. Enerchain® is going to support a broad range of energy products like day-ahead, monthly, quarterly and yearly baseload for power and gas. Find out more about Enerchain® here: enerchain.ponton.de.

During the proof of concept participants will get significant exposure to the blockchain technology and find out whether a decentralised solution can support the trading volumes and transactional speed known from existing markets. Applying blockchain technology in energy markets promises more efficient operational processes and reduced transaction cost.

Enerchain® is based on an infrastructure developed by Tendermint, a leading open source private blockchain developer. Partner and provider of the trading screen technology in the project is pdv Financial Software GmbH, a sister company of PONTON, which develops innovative platforms for trading, position keeping and risk management as well as exchange platforms for various types of securities across asset classes, associated derivatives and treasury products.

PONTON is in discussion with further interested companies that consider joining the initiative and anticipates that the number of participants will be enlarged.

The proof of concept will run until the end of 2017. A crucial phase of the project will be during the fourth quarter in Q4 when participants intend to start live trading on Enerchain®. If successful, Enerchain® would be the first blockchain-based P2P trading system for wholesale energy products going live.

ES FOR IN setzt auf Flexibilitätsvermarktung

26.01.2017

In der Vermarktung kurzfristiger Flexibilität in Produktion oder Eigenerzeugung von Industrieunternehmen sieht ES·FOR·IN große Potenziale. „Der Viertelstundenhandel an der EEX ist so volatil, dass man mit einer sehr kurzfristigen Vermarktung von Flexibilität erhebliche zusätzliche Erträge erzielen kann“, erläuterte Vertriebschef Christoph Gardlo im Gespräch mit energate. ES·FOR·IN ist als Energiedienstleister und Portfoliomanager für energieintensive Unternehmen tätig. Ein Referenzkunde bei der Flexibilitätsvermarktung ist der Aluminiumhersteller TRIMET Aluminium SE. TRIMET hat einen Demonstrator aus 12 Elektrolyseöfen so ausgestattet, dass die Leistung um plus/minus  25 Prozent variiert werden kann. In die in einem zweiten Schritt geplante Umrüstung einer ganzen Elektrolyselinie auf flexiblen Betrieb als eine virtuelle Batterie wird das Unternehmen 36 Mio. Euro investieren (energate 167863). ES·FOR·IN kann auf die heute bereits verfügbare Lastflexibilität zugreifen und kauft und verkauft den Strom nach individuellen Kundenvorgaben an der EPEX-Spot. Dabei setzt ES·FOR·IN ein automatisches Handelssystem ein. „Sie können nur automatisch handeln, wenn Sie die Chancen am volatilen Intra-Day Markt richtig nutzen wollen“, sagte ES·FOR·IN Gründer und Vorstand Christian Hövelhaus dazu. Gardlo und Hövelhaus sehen für die Nutzung industrieller Flexibilität im Viertelstunden Handel deutlich bessere Chancen als im Regelenergiemarkt. Zudem entfallen die aufwendigen Registrierungsprozesse. Bis zu 60.000 Euro/MW und pro Jahr lassen sich, so Gardlo, im Kurzfristhandel verdienen. Die hohe Volatilität ist aus Sicht der ES·FOR·IN Manager in dem Bereich nachhaltig, weil zunehmend Strom aus fluktuierenden Quellen in dem Segment vermarktet wird.

Hövelhaus hat ES·FOR·IN SE – Energy Services for Industry - zusammen mit Partnern Ende 2014 gegründet. Der Umsatz soll nach dem Unternehmensaufbau in 2015 laut Hövelhaus in 2016 bei über 20 Mio. Euro liegen. Das Unternehmen hat zehn Mitarbeiter.  Er ist mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. Neben der Flexibilitätsvermarktung und dem Portfoliomanagement organisiert ES·FOR·IN für eine Reihe von Vertriebsgesellschaften u.a. die Beschaffung von Strom und Gas sowie das Bilanzkreismanagement. Als weiteres Standbein hat ES·FOR·IN noch einen anderen Bereich, Anwendungen künstlicher Intelligenz bis hin zur vorausschauenden Wartung (energate 162280). Dabei erfolgt im Rahmen von „Industrie 4.0“ zunehmend eine Verknüpfung von Ansätzen der künstlichen Intelligenz und energiewirtschaftlicher Fragestellungen.

(Quelle: energate vom 26.01.2017)

Alternative zum Regelenergiemarkt

19.01.2017

Flexibilitätsvermarktung im INTRADAY-Handel - Industriebetriebe mit hohem Stromverbrauch konnten Flexibilitätspotenziale bislang recht lukrativ am Regelenergiemarkt monetarisieren. Inzwischen sind die Vergütungen für das reine Vorhalten entsprechender Kapazitäten jedoch stark gesunken. Der Essener Energiedienstleister Es For In bietet Industrieunternehmen als Alternative einen automatisierten Zugang zum Intraday-Handel der Strombörse EPEX Spot an...

(Christian Hövelhaus / Christoph Gardlo)

Vollständiger Artikel zum Download

Quelle: e21digital – Das Innovationsmagazin von energate / Ausgabe 01/2017 (www.e21digital.de)

IKT in der Energiewirtschaft

25.01.2016

Industrie 4.0, Big Data, Realtime-Optimierung, künstliche Intelligenz – aktuelle Schlagworte aus der Wirtschaftspresse bleiben, besonders in der Energiewirtschaft, meist abstrakt. Der Essener Energiedienstleister ES·FOR·IN setzt diese Methoden in der Praxis ein. Das Unternehmen hat Anwendungen entwickelt, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Energiekosten von Industrieunternehmen senken...

(Christian Hövelhaus / Christoph Gardlo)

Vollständiger Artikel zum Download

Quelle: e21digital – Das Innovationsmagazin von energate / Ausgabe 01/2016 (www.e21digital.de)